Aktuelle Publikationen
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Klimawandel in Gebirgsregionen hat weitreichende Auswirkungen flussabwärts
Gebirgsregionen sind die «Wassertürme» der Welt und vom Klimawandel besonders stark betroffen. Umfangreiche Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf Veränderungen von Schnee und Gletschern in den Gebirgen selbst. Eine in Nature Climate Change veröffentlichte umfassende Studie beleuchtet nun die Kettenreaktionen auf die Wasserversorgung, die Ökosysteme und die menschlichen Aktivitäten – und zeigt, dass Entscheidungen und Belastungen flussabwärts Rückkopplungseffekte haben und die Hydrologie der Berge beeinflussen können.
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Klimakatastrophen in den Medien: Wirtschaftliche Interessen bestimmen, worüber berichtet wird
Der Klimawandel und seine Auswirkungen sind weltweit drängende Probleme, dennoch finden nicht alle Klimakatastrophen in den Medien die gleiche Beachtung. Eine aktuelle Studie analysiert systematisch die Berichterstattung britischer Zeitungen seit 2000 und deckt dabei ausgeprägte geografische Verzerrungen auf. Die Ergebnisse werfen wichtige Fragen zur Rolle der Medien bei der Meinungsbildung und zu den Auswirkungen auf die globale Klimagerechtigkeit auf.
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Vielfältige Wälder nutzen den Kronenraum komplementär und produzieren so mehr Biomasse
Wälder mit einer grossen Vielfalt an Baumarten produzieren mehr oberirdische Biomasse, da verschiedene Baumarten den verfügbaren Kronenraum gemeinsam besser ausnutzen. Diese positiven Effekte nehmen im Lauf der Zeit sogar weiter zu, wie eine kürzlich in PNAS veröffentlichte Studie zeigt.
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Herabfallendes Eis beschleunigt Gletscherschwund in Grönland
Bei einer Eisbergkalbung brechen am Ende des Gletschers riesige Eisbrocken ab. Diese lösen hohe Wellen auf und unter Wasser aus und befördern wärmeres Meerwasser nach oben. Das verstärkt das Schmelzen der Eismassen, wie Glaziolog:innen des GIUZ zusammen mit einem internationalen Forschungsteam zeigen.
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Feigenbäume wandeln atmosphärisches CO₂ in Stein um
Einige Feigenbaum-Arten können überraschend grosse Mengen Kohlendioxid in Kalziumkarbonat umwandeln. Dadurch verbleibt der Kohlenstoff auch lange nach dem Absterben des Baumes im Boden. Feigenbäume, die für die Forstwirtschaft oder für ihre Früchte gepflanzt werden, könnten durch diesen Prozess der Kohlenstoffbindung zusätzliche Klimavorteile bieten.
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Steigende Temperaturen gefährden die wichtigsten Nahrungspflanzen der Welt
Die globale Ernährungssicherheit könnte durch einen erheblichen Rückgang der Pflanzenvielfalt aufgrund zukünftiger Veränderungen von Temperatur, Niederschlag und Dürren stark beeinträchtigt werden. Das zeigt eine aktuelle Studie in Nature Food, an der das GIUZ beteiligt war.
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Gletscherschwund: Süsswasser wird knapper und Meeresspiegel steigt
Das Abschmelzen der globalen Gletscher beschleunigt den Verlust regionaler Süsswasserressourcen. Und lässt den Meeresspiegel weltweit immer schneller ansteigen. Seit dem Jahr 2000 verlieren die Gletscher insgesamt jährlich 273 Milliarden Tonnen Eis, so die Schätzungen einer internationalen Forschergemeinschaft unter Leitung der Universität Zürich.
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Klimawandel im Himalaya begünstigt aufeinanderfolgende Naturgefahren
Am 3. Oktober 2023 stürzten 14,7 Millionen Kubikmeter gefrorenes Moränenmaterial in den südlichen Lhonak-See im östlichen Himalaya und lösten eine bis zu 20 Meter hohe Flutwelle aus. Ein internationales Team mit GIUZ-Beteiligung untersuchte Ursachen und Folgen – ein eindrückliches Beispiel für die zunehmenden Klimarisiken in Hochgebirgsregionen.
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Dilemma in luftiger Höhe: Flugemissionen von Universitäten reduzieren
Der akademische Flugverkehr trägt erheblich zu den Treibhausgasemissionen von Universitäten bei. Eine Studie evaluierte fünf Massnahmen zur Reduzierung des Flugverkehrs und untersuchte gleichzeitig die Bereitschaft der akademischen Mitarbeitenden des Geographischen Instituts, diese Veränderungen zu akzeptieren.
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Vögel nutzen Täler und Pässe, um die Alpen zu überqueren
Wie Zugvögel die Schweizer Alpen überqueren, untersuchte ein Team des GIUZ und der Schweizerischen Vogelwarte erstmals mit ganzjährigen Radarmessungen: Zugsintensitäten, Flughöhen, Geschwindigkeiten und Richtungen wurden aufgezeichnet. Dabei zeigte sich, dass Zugvögel die Alpentäler und angrenzende Pässe als Durchgangswege nutzen. Diese Ergebnisse haben wichtige Implikationen für den Schutz von Zugvögeln in den Schweizer Alpen, da Täler und Passübergänge auch potenzielle Standorte für Windkraftanlagen sind.