Von GIS bis 3D-Modelle: Praktikum bei der Planwerkstadt AG
Planwerkstadt AG ist ein inhabergeführtes Büro für Raumplanung mit Sitz in Zürich, das an Projekten in den Bereichen Raumplanung und Städtebau arbeitet – mit Fokus auf Arealentwicklung, Verfahrensbegleitung und Planungsinstrumente. Die Kundschaft reicht von Gemeinden, Städten und Kantonen über Baugenossenschaften, Pensionskassen und Stiftungen bis hin zu Privatpersonen.
Meine Erfahrung
Während meines Praktikums erhielt ich Einblicke in verschiedene Geschäftsbereiche, darunter Arealentwicklungen, Verfahrensbegleitungen sowie Planungsinstrumente. Innerhalb dieser Bereiche unterstützte ich die Mitarbeitenden bei unterschiedlichen Aufgaben. Zu meinen Hauptaufgaben gehörte die visuelle Darstellung räumlicher Daten in Form von Karten oder Plänen. Ebenso half ich mit beim Verfassen von Berichten oder der Erstellung von Präsentationen.
Eine weitere Aufgabe bestand darin, für neue Projekte die Grundlagen zu den jeweiligen Projekten im GIS des Kantons Zürich zusammenzustellen. Dies empfand ich als besonders spannend, da ich eine GIS-Anwendung erstmals aus der Perspektive der Konsument:innen nutzen konnte. Zudem durfte ich an verschiedenen Sitzungen teilnehmen und Jurierungen in Verfahren miterleben. Zu meinen Lieblingsaufgaben zählte das Bauen von 3D-Modellen. Auf theoretischer Ebene lernte ich besonders viel über unterschiedliche Planungsinstrumente sowie über die Anwendung planungsrechtlicher Grundlagen. Dadurch erhielt ich einen guten Einblick in den realistischen Berufsalltag einer Raumplanerin.
Das Arbeitsklima in dem sehr interdisziplinär aufgestellten Team – bestehend aus Architekt:innen, Raumplaner:innen, Landschaftsarchitekt:innen und Geograph:innen – war sehr angenehm, offen und kollegial: In den Pausen wurde der Töggeli-Kasten rege genutzt, und jeden Freitagmorgen fand ein gemeinsames Zopf-Essen statt. Weniger gut gefiel mir, dass ich häufig nur eine passive Rolle einnahm und wenig verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen konnte. Meine Auslastung war oft eher gering, sodass ich regelmässig selbst nach Arbeit suchen musste, um meine Woche zu füllen. Hier hätte eine klar definierte Ansprechperson während des Praktikums sicherlich geholfen. Dadurch lernte ich jedoch, viel Eigeninitiative zu zeigen und aktiv nachzufragen, wenn ich mehr über gewisse Arbeitsbereiche erfahren wollte.
Organisation
Das Praktikum war nicht ausgeschrieben; ich meldete mich bei Planwerkstadt direkt mit einer Blindbewerbung. Der Bewerbungsprozess verlief sehr unkompliziert. Nicht zwingend erforderlich, aber hilfreich sind ein sicherer Umgang mit MS Office (insbesondere Excel) sowie kartografische Vorkenntnisse. Mir kam zudem zugute, dass ich bereits Erfahrung mit Adobe-Programmen wie InDesign und Photoshop hatte. Grundsätzlich lässt sich jedoch vieles auch selbst erlernen. So verfügte ich beispielsweise über keine theoretischen Vorkenntnisse im Bereich Raumplanung, empfand dies jedoch nie als grosses Hindernis.
Malin Gut